Experten aus dem Bereich Produktprüfung sollen helfen, dringend benötigte Schutzmasken in der Corona-Krise schneller verfügbar zu machen. Zwei Speziallabore haben einen Schnelltest für Masken entwickelt und testen derzeit auf Hochtouren. Gleichzeitig stellt der Maskenmangel die Bauwirtschaft vor Herausforderungen.

Die „DEKRA Testing and Certification GmbH“ und das „Institut für Arbeitsschutz“ (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung prüfen, ob Mindeststandards sogenannter Corona-Masken eingehalten werden. Das können Masken aus Lagerbeständen sein oder Masken von Herstellern, die bislang keine PSA gefertigt haben. Die auf Basis der ausgestellten Prüfberichte im Schnellverfahren zugelassenen Masken können dann dann auf den Markt kommen, obwohl sie kein CE-Kennzeichen tragen. Dreieinhalb Tage dauert die Prüfung in der aktuellen Situation, für die Prüfung gemäß PSA-Richtlinie vergehen mehrere Wochen.

Im Bau auf Alternativen ausweichen

Doch nicht nur beim Schutz vor Viren sorgt der Mangel an Masken für Schwierigkeiten. Auch auf die Bauwirtschaft hat sie massive Auswirkungen, wo Arbeiter sich gegen ungesunde und giftige Stäube schützen müssen. Zwar rät die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) generell mindestens zu Mehrweg-Halbmasken mit auswechselbaren P2- oder P3-Filtern und nicht zu FFP-Masken, wenn Atemschutz bei Staubbelastungen erforderlich wird. Sie dichten gegen das Gesicht einfacher und besser ab.


Allerdings gibt es mittlerweile auch einen Engpass an Halbmasken. Sie wurden nach Angaben der BG BAU zuletzt im Internet zu überteuerten Preisen zum Schutz vor Viren angeboten, das habe das Angebot deutlich verknappt. Die BG BAU rät deshalb dazu, auch Halbmasken rechtzeitig zu bestellen und längere Lieferzeiten einzukalkulieren. Bei Knappheit sollte wenigstens die Kernmannschaft damit ausgestattet werden.

Autor: Andreas Eisinger | Datum: 20.April 2020
Quelle: DEKRA