Man sieht sie üblicherweise an Männern, die durchs Feuer gehen: Atemschutzmasken, angeschlossen an Atemluftflaschen bei der Feuerwehr. In der Corona-Krise, als Schutzausrüstung knapp war, kam Atemschutztechnik der Feuerwehren auch in Krankenhäusern zum Einsatz. Bei nicht-aufschiebbaren Operationen mit hohem Ansteckungsrisiko.

Corona-Lieferengpässe überbrückt

In Offenburg und Würzburg kam es während der Corona-Krise zur Kooperation zwischen Kliniken und Feuerwehren, um Lieferengpässe bei OP-Masken zu überbrücken. Die staatliche Feuerwehrschule Würzburg half der Uniklinik mit bis zu 30 Vollschutzmasken aus, statt aus der Flasche kam die Atemluft im Operationssaal aus dem Luftsystem der Klinik. Hygiene spielt schon beim Feuerwehreinsatz eine große Rolle, im medizinischen Bereich und während der Corona-Pandemie umso mehr. Der Offenburger Hygieneexperte Meiko wurde ins Boot geholt, dessen Reinigungs- und Desinfektionsgerät Topclean M kommt bei Feuerwehren und Unternehmen zum Einsatz, um Atemschutztechnik aufzubereiten. Ein geschlossenes System schützt auch die Bediener, beispielsweise vor Viren.

Nicht nur für den Feuerwehreinsatz gut: Modell könnte Schule machen

In Würzburg übernahm die Feuerwehrschule die Reinigung der gebrauchten Atemschutztechnik, in der Offenburger Klinik installierte man mehrere Reinigungsgeräte selbst. Das Fazit der Beteiligten: Der Tragekomfort ist hoch, der Atemwiderstand niedrig, das hilft beim Feuerwehreinsatz wie im Operationssaal. Auch bei künftigen Engpässen an Schutzausrüstung könnte dieses Modell Schule machen.    

Autor: Andreas Eisinger | Datum: 26.06.2020