Die Bundesregierung will offenbar Konsequenzen aus der schlechten Versorgung mit Schutzbekleidung in der Corona-Pandemie ziehen.

Nach Medienberichten haben sich Bund und Länder verständigt, eine Reserve für einen Monat anzulegen. Die Bundesministerien für Wirtschaft, Gesundheit, Inneres und Verteidigung sollen dazu ein Konzept erarbeiten. Die Vorräte sollen dezentral gelagert werden, beispielsweise in medizinischen Einrichtungen oder beim Katastrophenschutz.

Selbst für medizinisches Personal gab es gerade zu Beginn der Corona-Krise einen Mangel, beispielsweise an Schutzmasken oder Handschuhen. Zeitweise war Schutzausrüstung nur zu Wucher-Preisen erhältlich, auch jetzt liegen die Preise noch deutlich über dem vor der Krise üblichen Niveau. Die Politik geriet durch fehlende Lagerhaltung in die Kritik, nicht nur in Deutschland: In Belgien zerstörte man nur Monate vor dem Corona-Ausbruch sechs Millionen Schutzmasken, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen war. Für Ersatz sorgte man aus Kostengründen nicht.Autor: Andreas Eisinger| Datum: 18. Juni 2020

Autor: Andreas Eisinger| Datum: 18. Juni 2020