Laut Daten des Statistischen Bundesamtes ist jeder Arbeitnehmer 17,4 Tage im Jahr 2018 arbeitsunfähig gewesen. Dabei stellen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems direkt hinter Erkrankungen der Atemwege den zweithäufigsten Grund für Ausfälle dar (22,0 % in 2018). Laut der letzten Europäischen Erhebung über die Arbeitsbedingungen in Europa verbringen 43% der Arbeiter mindestens ein Viertel ihrer Arbeitszeit in unüblichen Körperhaltungen. Weitere 32% bewegen schwere Arbeitsmaterialien oder Werkzeuge. Eine volle Automatisierung ist unter anderem aufgrund wechselnder Anforderungen durch unterschiedliche Produkte mit kleinen Stückzahlen noch nicht in allen Arbeitsbereichen möglich.

Ein Exoskelett sensibilisiert für ergonomische Haltung

Das passive Exoskelett SoftExo der Firma HUNIC GmbH unterstützt seinen Träger beim Heben und Tragen von Lasten und sensibilisiert zu einer ergonomischen Körperhaltung. Durch die geringe Störkontur und das leichte Gewicht ist es flexibel einsetzbar und kann in beengten Räumen oder wechselnden Arbeitsbereichen genutzt werden. Das schwere Heben beansprucht in erster Linie die Wirbelsäule, vor allen Dingen den Bereich der Lendenwirbel. Eine Last, welche aus dem Rücken herausgehoben wird, belastet die letzte Bandscheibe der Wirbelsäule mit dem 10- bis 12-fachen des gehobenen Gewichtes. In Zahlen gesprochen bedeutet dies, dass eine 10kg schwere Last, einer Belastung von 100 bis 120 kg für die letzte Bandscheibe entspricht. Genau hier setzt das SoftExo an. Es sensibilisiert seinen Träger für eine ergonomische Hebetechnik und rückenschonende Haltung. Der Oberkörper wird dabei durch einen Hüftgurt mit daran verbundener, patentierter Rückenschiene gestützt. Beim Heben werden durch ergonomisches Abhocken die Elastomere des SoftExo vorgespannt. Bei Wiederaufrichten aus der Hocke steht so eine Unterstützung von bis zu 21% zur Verfügung. Dies wurde unter anderem durch EMG Messungen nachgewiesen. Mit dem SoftExo findet dabei keine Kraftsteigerung seines Trägers statt. Es können nur Lasten bewegt werden, die sein Träger auch ohne Assistenzsystem bewältigt. Das passive Exoskelett nimmt seinem Träger die Arbeit nicht vollkommen ab, sondern entlastet ihn nur bei den Spitzenbelastungen. Die Unterstützung durch das SoftExo schützt seinen Träger vor einer vorzeitigen Ermüdung der Muskeln und einem damit einhergehenden erhöhten Verletzungsrisiko.

Mehr Bewegungsfreiheit bei voller Unterstützung

Für leichtere Arbeiten, die keine Unterstützung beim Heben erfordern, hat die HUNIC GmbH das SoftExo Backhold entwickelt. Es besteht aus einem Hüftgurt mit daran verbundener Rückenschiene. Diese richtet den Oberkörper auf und verhindert das Zusammensacken sowie Verfallen in einen Rundrücken. Auf die Elastomere zur Unterstützung beim Heben aus den Beinen wurde verzichtet. Damit bietet das SoftExo Backhold noch mehr Bewegungsfreiheit und ist ideal geeignet für leichtere Montage- oder Prüfarbeiten an Tisch oder Fließband. Exoskelette können vor einer Überbeanspruchung durch falsches Heben oder Verharren in unergonomischen Körperhaltungen schützen. Die Folgen einer Überbeanspruchung können sich dabei nicht nur in körperlichen Beschwerden zeigen, sondern auch in einem Abfall der Konzentration und Leistungsfähigkeit. In Arbeitsbereichen, in denen sich die manuelle Handhabung nicht vermeiden lässt, leisten Exoskelette somit einen bedeutenden Beitrag zu einem ergonomischen Arbeitsplatz und mehr Mitarbeiterzufriedenheit.

Lassen Sie sich überzeugen.

Fragen Sie gerne eine Produktdemo über unsere Webseite an oder testen Sie unser SoftExo in Ihrem Betrieb mit Ihren Mitarbeitern, in einer betreuten Testphase.